In meinen neuen Arbeiten greife ich auf fotografische Vorlagen aus der Insektenwelt zurück und suche bei jenen nach möglichen Protagonisten, die wir Menschen zum Schädling erklärt haben. Meine bildnerischen Fusionen speisen sich aus Fragmenten von Mücken, Motten, Fliegen, Milben und Zecken.

ARCHE(1-8) | jeweils 90×70 cm

Wer würde sich heute für zuständig und würdig halten, eine Arche zu füllen? Und wer befände sich letztlich darauf? Ich stelle mir vor, dass sich die Geschöpfe der Natur nicht mehr länger dem Menschen unterordnen würden. Warum auch? Sie retteten sich buchstäblich über seinen Kopf hinweg und werden überleben.

APPETIZER | 180 x 130 cm

Wer frisst wen? Das überlebensgroße Wesen ähnelt einer fleischfressenden Pflanze, setzt sich jedoch in Wahrheit aus Anteilen derer zusammen, die sie verschlingt. Die Großen fressen also die Kleinen? Oder verhält es sich umgekehrt? Die Antworten darf jeder Betrachter selbst finden.

ÖFFNUNG | 140 x 125 cm

In dieser Arbeit geht es um duale Aspekte der Öffnung. Vielleicht handelt es sich um die Öffnung des Herzens, vielleicht geht es aber auch um die Büchse der Pandora. Vielleicht auch gleichzeitig um beides…

NACHTGERÄUSCHE | 24 x 18 cm
NACHTGERÄUSCHE(2) | 24 x 18 cm

Ein Gefühl des Ausgeliefertseins. Eine Nacht im Sommer. Ich liege im Bett. Das Fenster ist geöffnet und ich kann nicht sehen, wer oder was sich den Weg in mein Zimmer bahnt. Ich will es auch nicht wissen. Ich liege mit fest geschlossenen Augen da. Ich atme, lausche und warte.

MÜCKENBLUME | 30 x 30 cm

Die Zartheit einer Marker-Zeichnung auf Glas transportiert die Idee der Fragilität des Lebens und der Natur und erinnert mich daran, welche Verantwortung der Mensch trägt, wenn er als Schöpfer tätig sein will.

ESSENZ 01 | 40 x 40 cm
ESSENZ 02 | 40 x 40 cm
ESSENZ 03 | 40 x 40 cm
ESSENZ 01 | 40 x 40 cm

Durch das Neuordnen einzelner Gliedmaßen und Körperteile unter rein ästhetischen Gesichtspunkten, kombiniert mit Mustern geometrischen Ursprungs und einer expressiven gestischen Malerei fügen sich die Elemente zu einem künstlichen Gebilde zusammen.

Mit der Wahl unnatürlich wirkender Farbklänge und einer betont flächigen Malerei wollte ich diesen Eindruck unterstützen.

Teilweises Abblättern von Farbe oder ein Verschwinden der Linien nehme ich in Kauf. Ich setze sie einer möglicherweise zu schönen, glatten und geraden Wirkung entgegen.

Im Detail scheint der Betrachter ihm Bekanntes zu entdecken. Die richtige Schublade dafür sucht er jedoch vergebens.

Das Buch „Die Macht der schwachen Strahlung“ von Cornelia Hesse-Honegger, in dem sie ihre Aquarelle von durch die Tschernobyl-Katastrophe mutierten Insekten veröffentlichte, erschütterte mich zutiefst. Die in meiner Phantasie geborenen Geschöpfe sind der Realität näher, als mir lieb ist.

Ein Grund, für die Zukunft den gedankenlosen Umgang der Menschen mit der Natur zu einem weiteren Aspekt meines Themas zu erklären.